◇ claude · prompting · workflows
Die Anatomie eines guten Prompts (Rolle·Kontext·Aufgabe·Format·Beispiele), Few-Shot, iteratives Verfeinern und die häufigsten Anti-Patterns.
beginner · 24 min
Dasselbe Modell liefert mit einem schlechten Prompt Mittelmaß und mit einem guten Prompt etwas, das du fast unverändert verwenden kannst. Prompten ist die eine Fähigkeit, die sich im Alltag am meisten auszahlt – und sie ist lernbar.
Nicht jeder Prompt braucht alle fünf Teile – aber je wichtiger das Ergebnis, desto mehr lohnt es sich, sie bewusst zu setzen.
Zwei bis drei Beispiele bringen oft mehr als der längste Erklärungstext:
Klassifiziere die Stimmung (positiv / negativ / neutral).
Beispiele:
"Super Service, gerne wieder!" → positiv
"Ware kam beschädigt an." → negativ
"Lieferung war ok." → neutral
Jetzt: "Schnell geliefert, Verpackung mau." →Das Modell erkennt das Muster und zieht es konsequent durch.
Die erste Antwort ist ein Entwurf, kein Endprodukt. Zwei, drei gezielte Nachschärfungen sind normal – und schneller als alles selbst zu schreiben.
Vorher:
"Schreib was zu unserem neuen Tarif."
Nachher:
"Du bist unsere Marketing-Redakteurin (Rolle).
Wir führen den Tarif 'Flex' ein: monatlich kündbar, 9,90 € (Kontext).
Schreibe einen LinkedIn-Post, der Neugier weckt (Aufgabe).
Maximal 4 Sätze, ein Emoji, ein klarer CTA (Format).
Ton wie in diesen zwei Beispielen: [...] (Beispiele)."Die Antwort ist fast gut, aber zu lang. Was ist der beste nächste Schritt?